Nagelschuh 2001
Werte Leserin, werter Leser
Vor Ihnen liegt die bereits 16. Ausgabe unseres Vereinsblattes. Wie seine Vorgänger informiert es über wichtige und weniger wichtige, sportliche und weniger sportliche Ereignisse im vergangenen Vereinsjahr. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.
Die Redaktion Giancarlo Gala und Simon Studer
Jahresbericht 2000 des Präsidenten
Heute Abend können wir erneut ein positives Vereinsjahr beenden. Mit den "Newcomers" in der aktiven Riege hat der Verein wiederum ein festes Standbein und somit eine gewisse Stabilität für die Zukunft sichergestellt. Dies ist sicher eine sehr erfreuliche Entwicklung! Obwohl der Posten des Oberturners im letzten Jahr noch nicht besetzt war, werden wir im Vorstand alles daran setzen, eine geeignete Lösung zu finden. Ich hätte nie gedacht, dass dies eine so schwierige Aufgabe sein wird. Nach den Sommerferien hat mich Reto Wegmüller bis Ende Jahr tatkräftig mit dem Leiten der aktiven Riege unterstützt. So konnten wir zusammen ein abwechslungsreiches Training gestalten. Für seine geleistete Arbeit danke ich ihm sehr, denn somit bestand für mich die Möglichkeit, im Turnen vermehrt mitzumachen. Für die bevorstehende Rekrutenschule wünsche ich ihm viel Spass.
Bis jetzt hatten wir in unserer Jugendabteilung keine grösseren Probleme, die Charge des Leiters oder der Leiterin zu besetzen. Diese junge "Crew" zusammen mit Anne-Marie Fretz setzt sich mit viel Engagement ein und motiviert die Jugendlichen zum Mitmachen. Auch im vergangenen Jahr sind durch unseren Nachwuchs ausgezeichnete Resultate an diversen Sportanlässen erzielt worden. Die Jahresberichte der Leiterinnen und Leiter werden euch bestimmt mehr über die Ergebnisse verraten. Erwähnenswert ist, dass ab dem neuen Schuljahr nun etwa 100 Mädchen und Knaben in unserer Jugendabteilung mitturnen. In diesem Jahr möchte ich den Schwerpunkt in der Jugendabteilung setzen und zusammen mit den Leiterinnen und Leitern noch gewisse Verbesserungen sowie Neuerungen besprechen und umsetzen.
Für die aktive Riege war das Seeländische Turnfest in Büren an der Aare vom 16.-18. Juni 2000 der sportliche Höhepunkt. Wir starteten im vierteiligen Vereinswettkampf zuerst mit dem "Fachtest Allround" und danach folgten die leichtathletischen Disziplinen. Eine kurze Zusammenfassung der Resultate des Seeländischen Turnfestes:
6. Stärkeklasse
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Disziplinen |
Punkte |
Total |
|
Fachtest Allround (FTA) |
9.94 |
9.94 |
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Pendelstafette (PS80) |
8.50 |
8.50 |
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Weitsprung (WE) |
7.90 |
|
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Kugelstossen (KUG) |
7.46 |
7.70 |
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1000 m-Lauf |
8.35 |
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|
Wurfkörper (WU) |
6.71 |
7.33 |
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Total Punkte |
|
33.47 |
Von 18 teilnehmenden Vereinen unserer Stärkeklasse erzielten wir den 6. Rang. Zudem erreichten wir am Turnfest beim "Fachtest Allround" die Bestnote 9.94. Ein "BRAVO" an alle Turner und Turnerinnen für das ausgezeichnete Resultat! Dieses Endergebnis erfreute mich sehr, trotz der schlechten Punktzahl in der Wurfdisziplin (Wurfkörper). Letztere werden wir beim nächsten Wettkampf auswechseln. Vergleicht man die Noten pro Disziplin mit denjenigen des Turnfestes 1999 in Nidau, konnten wir uns ziemlich verbessern. Ich bin überzeugt, dass zukünftig noch Verbesserungspotential in Bezug auf den Rang und die Punktzahl vorhanden ist. Das Training werden wir dementsprechend optimieren, um am Seeländischen Turnfest in Ins ein ausgezeichnetes Resultat zu erreichen.
Ein kurzes Zitat von Rosmarie Mancini aus dem Schlussbericht (Fachtest Allround) des Seeländischen Turnfestes 2000 in Büren an der Aare:
"377 Turnerinnen und 136 Turner aus total 37 Vereinen. Das sind 7 Vereine (135 Tu/Tui) mehr als in Nidau. Ein Spitzenresultat vom TV Erlach, 10 Herren und 1 Frau. Da stimmte einfach alles. Es wurde geübt und dann hatte man noch das nötige Wettkampfglück und schon ist sie da, die Super-Note: 9.94. Spitze!
Was mich am meisten erstaunte, war die Note 10 bei der Aufgabe 2. Doch es stimmt schon, wenn man dort jeden trifft, dann läuft es rund. Doch auch das Gegenteil hatten wir leider. Ohne Fleiss kein Preis: Für 8 Herren gab es nur die Note 6.06".
Schlusswort
Wie Sie bereits wissen, wurde an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 1999 der Kredit für einen neuen Rasenplatz beim Oberstufenzentrum abgelehnt. Wir können nur hoffen, dass dieses Geschäft im Gemeinderat nochmals diskutiert wird und der Rat die Prioritäten zu Gunsten der Jugendlichen und Erlacher Sportvereine setzen wird.
Die Zukunft unseres Vereins liegt vor allem in der Förderung des Jugendsports und dessen Qualität. Natürlich sollte auch die Geselligkeit und Kameradschaft nicht zu kurz kommen. Ein Verein braucht Lebendigkeit über den Sport hinaus und Glauben an die Zukunft, an den Erfolg.
Mit der aktiven Riege möchte ich zukünftig den Erfolg an den Wettkämpfen suchen und finden. Zudem möchte ich viele "Bewegungsmuffel" dem Turnsport zuführen und ihnen einen Platz in unserem Verein schaffen. Dazu müssen wir alle zusammen am gleichen Strick ziehen, dann werden wir diese Ziele erreichen.
Den Nachwuchs möchte ich früher in den Verein einbinden. Ich hoffe, dass am Jugendsporttag in Ins viele unserer Jugendlichen teilnehmen werden.
Ein herzlicher Dank geht an die zurücktretenden Leiterinnen und Leiter, Rosmarie Gerber-Rothen, Nicole Herren und Christian Wüthrich für die geleistete Arbeit in der Mädchen- und Jugendriege (Ober-, Mittel- und Unterstufe) sowie an Rosmarie für den Einsatz im Vorstand als Jugendriegenchefin. Ich wünsche allen beste Gesundheit und alles Gute für die Zukunft. Der Posten im Vorstand als Jugendriegen-Obmann wird neu durch Michel Delay besetzt.
Anne-Marie Fretz wird Michel Delay in seiner neuen Tätigkeit unterstützen und ihre gesammelten Erfahrungen einbringen.
Dem Vorstand, den Leiterinnen und Leitern sowie allen Vereinsmitgliedern, die bereit waren, Mehrarbeit zu leisten, möchte ich herzlich danken. Nochmals besten Dank an unsere Sponsoren, Barbara und Werner Preiss-Stähli sowie an die Familie Marolf (Weinbau) für den Sponsorenbeitrag an die neue Vereinstasche.
Mein Jahresbericht möchte ich wie folgt abschliessen:
Als Präsident unseres Vereins bin ich zuversichtlich, dass wir auch im neuen Millennium weiterhin Grossartiges leisten, so dass unser Verein auch im 134. Jahr seines Bestehens eine Zierde für Erlach bleibt.
Der Präsident Giancarlo Gala
Jahresbericht 2000 Frauenriege
Trainingszeit: Mittwoch, 20.00 bis 21.30 Uhr Januar: Theaterbesuch in Tschugg Februar: Hauptversammlung März/April: Kegelabend in Finsterhennen Juni: Mini-Golf in Gerolfingen September: Turnerreisli Dezember: Solbad in Schönbühl
Mit diesen "Aktivitäten" haben wir unser Turnjahr aufgelockert. Dazwischen liegen einige Turnstunden, in welchen manchmal viel, manchmal weniger Schweiss floss. Das "Walking" gehört nun fest in unser Programm, um im Sommer der stickigen Halle zu entfliehen. Nicht zu verschweigen ist die Tatsache, dass die Gruppe der turnenden Frauen leider immer kleiner wird. Der wahre Grund dafür blieb mir bis jetzt verborgen. Ich hoffe sehr, dass dies bloss eine Zeiterscheinung ist und nicht an meiner Leitung liegt. Wir vom harten Kern haben es jedenfalls immer toll zusammen! "Meinen" Turnerinnen hier ein Dankeschön für Eure Treue!
Das "Reisli" war auch dieses Jahr super! Der Besuch in Les Roselet im "Pferdealtersheim" gefiel nicht nur mir als Pferdenärrin. Die Wanderung über die weiten Juraweiden bei herrlichstem Wetter war sehr angenehm und die regelmässigen "Päuseli" sorgten dafür, dass wir am Abend erholt und zufrieden den Erlacher Hafen erreichten. Danke Silvia und Doris! Leider wird auch die Reisegruppe von Jahr zu Jahr kleiner. Warum?
Bevor ich diesen Bericht schrieb, habe ich alte Jahresberichte hervorgeholt. Schon 1998 schrieb ich, dass unsere Gruppe auf einige wenige Turnerinnen zusammengeschrumpft ist. Dies hat sich leider auch dieses Jahr nicht geändert. Auf dem Papier ist die Frauenriege beachtlich gross, den Weg in die Turnhalle finden leider nur wenige. Gemeinsam mit den turnenden Frauen habe ich in der letzten Turnstunde beraten, was zu unternehmen ist. Mit der Hilfe von zwei Turnerinnen versuche ich im Jahr 2001 noch abwechslungsreichere und attraktivere Turnstunden zu gestalten, um so evtl. wieder einige Frauen zu motivieren, bei uns mitzumachen. Merci Ursula und Hanni, eure Unterstützung tut mir gut!
Zu guter Letzt möchte ich mich nochmals bei Sandra Suter und Rosmarie Gerber für die tollen Turnstunden bedanken! Beide haben Mitte Jahr die Leitung abgegeben, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Bei Rosmarie hoffe ich natürlich, dass die "Baby-Pause" nicht zu lange dauert und sie schon bald wieder zu uns zurückkehrt!
Die Frauenriegen-Leiterin Esther Bönzli
Jahresbericht 2000 Jugendriege Unterstufe
Wir von den "Unterstüflern" haben ein sehr kurzweiliges Jahr hinter uns! Das Jahr begann mit einem Unihockeyturnier in Ins, dann folgten im Frühling die Leichtathletik-Events in Le Landeron, La Neuveville, Nods und Twann, bei denen wir zeigen konnten, wie gut wir trainiert hatten. Im Sommer konnten wir das Beach-Volleyballfeld am See einweihen, wobei ein paar lieber die "Burg bauende Version" des Spieles wählten. Als es langsam dem Winter zuging, wurde die "Jugi" gut besucht, ja manchmal wäre eine grössere Halle gar nicht so schlecht gewesen.
Ich kann wirklich sagen, dass meine Jungs alle ein "riesen Gaudi" hatten. Dies Dank dem guten Teamgeist, der mir jeweils vieles erleichterte, wenn 24 Stück in die Halle stürmten.
Der Jugendriegen-Leiter Christian Wüthrich
Jahresbericht 2000 Mädchenriege Unterstufe
Die Mädchenriege ist in zwei Gruppen aufgeteilt: 1.–4. Klässlerinnen (Leiterin, Anne-Marie Fretz) 5.–9. Klässlerinnen (Leiterinnen, Cécile Studer und Claudia Wehrli)
Es macht mir und meinen 26 Mädchen immer wieder grossen Spass, am Mittwoch zu turnen, zu tanzen und zu spielen. Die Mädchen sind immer sehr motiviert und haben viel Spass.
Wir haben im Jahr 2000 an verschiedenen Veranstaltungen mitgemacht.
- Im April haben die motivierten Mädchen am "Schnäuschte Seeländer/in" in Lyss teilgenommen.
- Wir haben auch am "Concours Inter-Section 2000" teilgenommen und zwar an drei verschiedenen Orten:
13. Mai in Le Landeron 26. August in Nods 30. September in Twann Die Wettkämpfe waren: Weitwurf, Kugelstossen, Sprint (60 m/80m), Weitsprung und 1000 m Lauf
Wir haben sogar einige Medaillen nach Hause gebracht:
- Kaufmann Jacqueline
- Wüthrich Jakob
- Bugmann Adrian
- Bugmann Karin
- Ganaj Xhenet
- Am 2. September 2000 fand die Jugimeisterschaft des Turnvereins in Erlach statt. Die schnellste Erlacherin war Jacqueline Kaufmann, der schnellste Erlacher Salihu Sqiprim.
- Am 28. Oktober fand in der Sportanlage Grien in Lyss ein Sponsoren-Lauf (Marcheton) statt. Der Erlös kam der Schweizerischen Gesellschaft für Cystische Fibrose zugute.
Jedes Kind, dass 10 Sponsoren gefunden hatte, bekam ein T-Shirt. In Lyss fand zudem eine Fahnenpräsentation statt. Die Mädchen und ich hatten eine Fahne bemalt und bedruckt. Da ich an diesem Tag sehr hohes Fieber hatte, vertrat mich mein Mann an diesem Anlass. Wir konnten an diesem Tag sogar einen Sieg feiern. Anna Fischer gewann den 1. Rang in ihrer Kategorie. Sie gewann ein "McDonald's-Bon" für 8 Personen.
Ich hoffe, dass dieses Jahr 2001 wieder so spassig und erfolgreich werden wird.
Die Mädchenriegen-Leiterin Anne-Marie Fretz
Jahresbericht 2000 Mädchenriege Oberstufe
Nach den Herbstferien 2000 übernahmen wir (Cécile Studer und Claudia Wehrli) die Mädchenriege der Oberstufe. Bevor wir uns allerdings in die Turnhalle wagten, setzten wir uns zusammen mit unserer Vorgängerin Rosmarie Gerber-Rothen an einen Tisch, um uns das Organisatorische erklären zu lassen und um noch ein paar Tipps zu bekommen. Mittlerweilen haben wir die Riege zwölfmal geleitet und haben mit den "Modis" viel Spass!
Da wir mit 25 Mädchen eine relativ grosse Truppe sind, ist es uns wichtig, dass das Turnen in geordnetem Rahmen verläuft und alle Spass dabei haben und sonst gerne in die Mädchenriege kommen!
Die Mädchenriegen-Leiterinnen Cécile Studer und Claudia Wehrli
Jahresbericht 2000 Jugendriege Oberstufe
Jetzt sind es schon zwei Jahre her, seit wir die Jugendriege übernommen haben. Was hat sich im vergangenen Jahr so geändert?
- Wir sind wieder gewachsen
- Die Jungs sind im Schnitt jünger geworden
Wir zählen jetzt 18 Jungs auf dem Papier, wovon 12 bis 16 regelmässig die "Jugi" besuchen. Für uns bedeutet dies, dass wir manchmal etwas lauter werden müssen, um die Horde im Zaum halten zu können. Aber das war bis jetzt kein Problem. Zwangsläufig heisst das auch, dass wir das Turnprogramm etwas umstellen müssen. Sonst entstehen Lücken und die Jungs haben Zeit zum Ausruhen. Unsere Schützlinge sind im Schnitt jünger geworden. Das resultiert daraus, dass weniger Neunt-Klässler gegangen als "Rookies" dazu gekommen sind. Die Konsequenzen sind, dass wir unsere Stimmbänder (im Moment noch) etwas schonen können, da sie noch etwas scheu sind und eigentlich auch das tun, was man ihnen sagt. Manchmal ist es auch ein bisschen schwierig für uns, nach einer harten Woche jeden Freitagabend noch einmal "Vollpower" zu geben. Doch wenn wir die Jungs sehen, die es kaum erwarten können in die Turnhalle zu gehen, dann ist dies kein Problem mehr. Die Erschöpfung ist dann bereits vergessen!
Wir möchten uns noch herzlich bei den Turnkollegen für ihre Unterstützung bedanken und natürlich auch bei den Jungs, die den Turnunterricht regelmässig und mit viel Motivation besuchen.
Die Jugileiter Severin Studer und Roger Wüthrich
Jahresbericht 2000 Geräteturnen
"Loset guet zue Meitli, äs geit nume no drü Wuche und nächer müesst dir die Üebige uswändig und ohni Fähler ar Teschtabnahm chönne vorzeige"!
Das neue Turnjahr begann für mich und einige Mädels sehr aufregend, denn die erste Testabnahme unter meiner Leitung rückte immer näher. Beim Wettkampf waren die Turnerinnen viel gelassener als ich. Meine Aufregung war umsonst, denn Tamara Bugmann, Karin Bugmann und Marion Schild bestanden den Test 1 und Kathrin Schmocker den Test 2 ohne Mühe. Bravo Mädels, habt ihr gut gemacht.
Alle anderen Kinder haben übrigens auch grosse Fortschritte gemacht. Am Boden, an den Ringen, am Reck und beim Trampolin-Sprung haben sie viel dazu gelernt. Sie zeigen viel Motivation und Interesse. Das freut mich sehr!
Unser nächstes Ziel ist das Schauturnen, das wir gemeinsam auf die Beine stellen und durchführen werden. Das genaue Datum im Juni ist noch nicht bekannt.
Ich freue mich auch in diesem Jahr, mit den 10 Mädchen turnen zu dürfen.
Die Leiterin Jeannine Herren
Turnerreise ins Tessin
Am 16. September 2000 trafen sich alle wanderfreudigen Turnerinnen und Turner um 6.40 Uhr bei der Posthaltestelle in Erlach. In Ins stiegen wir alle in den Zug und fuhren nach Bern. Nach einer langen aber lustigen Zugfahrt (mit Verlust einer Sonnenbrille) erreichten wir unser Ziel in Lugano. Weiter ging es mit dem Postauto nach Cademario, wo wir uns schon nach einigen Minuten verirrten. "Das git’s doch nid, gäu Beat"!
Als wir den richtigen Weg unter den Füssen hatten, marschierten wir über Maglio nach Paz bis Astano. Kurz vor dem Ziel der Wanderung überraschte uns - vier Frauen und Giancarlo - ein heftiges Gewitter. Fast bis auf die Haut durchnässt fanden wir doch noch einen Unterschlupf. Die Schuhe wurden noch am selben Abend mit Zeitungen gestopft.
Natürlich waren alle froh, als wir im Ostello Filanda Garni (unsere Herberge) ankamen und alle duschen konnten. Um 19.00 Uhr trafen wir uns vor der Herberge, um den Weg gemeinsam zum Restaurant zu suchen. Dann konnten wir das Abendessen geniessen und kamen verdient zum gemütlicheren Teil des Abends. Viele Gespräche und lustige Videoaufnahmen machten den Abend zum Morgen. Um 00.00 Uhr hatten wir dann meinen Geburtstag zu feiern. Die Torte durfte natürlich nicht fehlen. Draussen vor dem Restaurant gab es eine kleine Bar und dort wurde auf meinen Geburtstag noch tüchtig angestossen. "Herzlichen Dank von mir an alle, auch für die Geschenke".
Nach dem wunderschönen Abend ging es dann zurück zur Herberge und dort wurde weiter zünftig gefeiert. In den frühen Morgenstunden ging auch in unserem Zimmer das Licht aus und es herrschte eine schon fast unheimliche Stille, die allerdings durch das Schnarchen von Fraschi und Andi gestört wurde.
Am Sonntagmorgen waren fast alle frisch und munter. Nach dem Frühstück ging es wieder weiter. Ein paar mussten sich in noch nasse Wanderschuhe begeben, die über Nacht nicht getrocknet waren.
Wir verabschiedeten uns von der Besitzerin der Herberge und marschierten dann weiter. Nach einer kurzen Wanderung auf dem gleichen Weg wie am Vortag, nahmen wir dann die Strecke in Richtung Magliaso. Mit dem Zug fuhren wir über Lugano nach Luzern, Olten und Biel. Im Zug musste ich noch dran glauben und wurde von Beatrice und Tom mit den Füssen voran an der Ablagefläche des Gepäcks aufgehängt. "Das git’s zrüg"!
In Biel angekommen, hatten wir natürlich unser BTI-Bähnli verpasst und mussten auf das nächste "Zügli" warten. Nach einer kleinen Stärkung fuhr auch dieses ab, aber diesmal mit uns. In Lüscherz ging es dann weiter nach Erlach mit Endstation im Restaurant Zülli.
Danke an alle die teilgenommen haben und an die Organisatorin.
Corinne Tribolet
Bieler Tagblatt vom 20.12.2000, Ressort Seeland
Ehrenamtlichkeit gefragt
Anfangs Dezember startete die UNO das internationale Jahr der Freiwilligen. Ohne all die ehrenamtlich geleistete Arbeit sähe es auch im Schweizerischen Turnverband (STV) bitterböse aus.
brö. Als grösster Sportverband der Schweiz ist sich der STV der Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern und der übrigen Bevölkerung bewusst. Um dieser gerecht zu werden, ist es unabdingbar, dass sich die Verbandsführung zusammen mit allen ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeitern auf allen Stufen Gedanken über die längerfristige Zukunft macht und diese in Form eines Rahmenplanes festlegt. Dieser Plan wird im Sinne eines koordinierten Planungsprozesses laufend überprüft und falls notwendig angepasst. In seinem Leitbild verpflichtet sich der STV, dem Sport im Allgemeinen sowie dem Turnen im Besonderen zu einem hohen Stellenwert in der Gesellschaft zu verhelfen und aktiv Einfluss auf sportpolitische Entscheide zu nehmen.
Das tönt alles gut und schön. Ist es aber in der heutigen Zeit nicht gang und gäbe, für eine Leistung entweder eine Entschädigung oder eine Gegenleistung zu beziehen? Wie schwer fällt es doch schon auf Vereinsebene, noch willige Kräfte für eine Vorstandscharge zu rekrutieren. Aber auch in den Verbänden sieht's nicht rosiger aus. Was schreibt doch der Präsident des Seeländischen Turnverbandes, Xaver Pfaffen: «Für das Jahr 2002 sieht es anders als noch fürs kommende Jahr aus. Praktisch der ganze Vorstand möchte seine Ämter zur Verfügung stellen. Wir werden anfangs 2001 mit dem Seeländischen Frauenturnverband an einen Tisch sitzen und die Lage besprechen. Anschliessend können wir die Suche nach geeigneten Mitgliedern beginnen.» Xaver Pfaffen hält auch richtig fest, dass der Druck am Arbeitsplatz die ehrenamtliche Tätigkeit auf eine harte Probe stellt. «Unsere Führungskräfte sind an der Grenze des Machbaren angelangt. Weniger würde vielleicht mehr bedeuten. Die ehrenamtliche Arbeit darf nicht zur permanenten Frustration führen.»
Alarm schlägt auch Urs Rudolf als Präsident Abteilung Jugend in seinem Rückblick: «Zahlreiche Posten in den Abteilungen Jugend sind noch frei. Es wäre schön, wenn sich unter den Leiterinnen und Leitern Personen zur Mitarbeit in unserem Team finden liessen, denn weiter von der Basis wollen wir uns auf keinen Fall entfernen.»
Ist die Ehrenamtlichkeit in Gefahr? Um so mehr scheint es am Platz, den bisher unermüdlich arbeitenden Freiwilligen einmal gebührend zu danken. Das sind immerhin in der Schweiz 41 Prozent, die im Monat 44 Millionen Stunden unbezahlt leisten!
Die Seite des Schweizerischen Turnverbandes (STV)_
Der STV hat seinen Turnerinnen und Turnern einiges anzubieten:
- Hast Du Interesse, in der im Aufbau stehenden Gymnastik-Showgruppe «STV Gym Dancers» mitzumachen?
Zielsetzung der Gruppe: Repräsentationsgruppe Gymnastik STV. Das Anforderungsprofil ist wie folgt definiert: STV-Mitglied; Einzelturnerin oder Vereinsturnerin mit sehr guter Technikausbildung, breitgefächertes Wissen (Handgeräte, Tanz), Erfahrung von Auftritten; Eigeninitiative, Eigenverantwortung.
Interessiert? Anmeldung bis Ende Dezember 2000 an Katharina Egli, 052 345 12 29
- Möchtest Du am ETF 02 im Baselbiet in einer gemischten Gymnastik mitturnen?
Zielsetzung des Ressorts Gymnastik: moderne, wirkungsvolle Darbietung mit ca. 150 Turnerinnen und Turner an den Schlussvorführungen vom 23. Juni 2002.
Teilnahmebedingungen: Gymnastische Grundkenntnisse; Freude und Plausch am Turnen in einer Grossgruppe; Besuch der vorgegebenen Trainingseinheiten. Hast du Lust? Melde dich bis Ende Dezember bei Vreni Moor, 041 670 31 01.
- Machst Du mit im Ehrenamtlichen-Pool?
Der Schweizerische Turnverband und seine kantonalen und regionalen Verbände suchen vermehrt den Kontakt mit den Turnenden in den Vereinen. Durch Informations-, Verkaufs- und Kontaktstände an verschiedensten Anlässen wie Konferenzen, Turnfeste, Meisterschaften im Breiten- und Spitzensport versuchen wir dies zu verwirklichen. Leider fehlen uns ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Vereinen, welche uns bei der Umsetzung dieser Idee unterstützen.
Vielleicht hast gerade Du Lust, ein bis zwei Tage im Jahr unseren Ressortchef Verkaufsförderung, Max Hunziker, bei seinen Bemühungen zu unterstützen? Bestelle das Informationsblatt auf dem STV-Sekretariat in Aarau, Tel. 062 832 82 06.
- Eurogym 2001: Der Ferienhit für junge Turnerinnen und Turner
Vom Sonntag, 8. Juli bis Freitag, 13. Juli 2001, findet in Dornbirn im Voralberg die 3. Eurogym statt. Junge Turnende aus verschiedenen Kulturen sollen sich gegenseitig kennenlernen bei Spass, Sport und Spiel.
Folgende Aktivitäten sind geplant: Eurogala mit allen Teilnehmenden, turnerische Vorführungen aus allen Ländern, Workshops in Geräteturnen, Akrobatik, Gruppengymnastik, Tumbling, Minitrampolin, Rope Skipping, Aerobic, Street Dance, Zirkusdisziplinen usw. Die Teilnahme pro Person kostet rund Fr. 250.-- ohne Reise. Nähere Auskünfte und Anmeldeformulare können auf dem STV-Sekretariat (Marianne Vogt, 062 837 82 21) angefordert werden.
Wir freuen uns auf Deine Rückmeldungen, denn der STV als grösster Schweizerischer Sportverband kann nur durch den Einsatz seiner Turnerinnen und Turner erfolgreich sein!
Der Erfolg des Schweizerischen Turnverbandes liegt im ehrenamtlichen Einsatz! Gäll hilfsch mit?
Infochefin STV Ruth Dössegger
Neues aus dem Internet
Neben der seit 1997 bestehenden Vereins-Homepage www.tverlach.ch wurde von uns im Juli 2000 ein neuer Service lanciert:
Was ist tvsearch?
tvsearch ist eine Internet-Suchmaschine, welche nahezu alle Turnverein-, Turnfest- und Verbands-Homepages umfasst. Der Suchindex enthält momentan über 15'000 Dokumente aus 350 Internetauftritten und wurde bis heute über 10'000 Mal aufgerufen.
Warum eine Turnverein-Suchmaschine?
Immer mehr Turnvereine präsentieren sich mit einer eigenen Homepage im Internet. Um diesen Trend zu unterstützen und den Internetbenützern das Finden der entsprechenden Infos bzw. Homepages zu erleichtern, ist diese Suchmaschine entstanden.
Wer sind die Betreiber?
Die Suchmaschine wird vom TV Erlach betrieben und aktualisiert. Falls Sie Näheres zur Suchmaschine wissen möchten, besuchen Sie uns im Internet unter www.tvsearch.ch.
Der Webmaster Simon Martinelli
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