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Riesenwerbung fürs Seeland

Bieler Tagblatt vom 11.08.2005, Ressort Seeland 

Im Schnitt 612 000 Zuschauer und Zuschauerinnen: Die «Bsuech im Seeland»-Sendungen waren bisher ein voller Erfolg, sind die Verantwortlichen überzeugt.

nr. Die Kamera läuft. Aber nur noch ein letztes Mal: Am Montagabend steht Moderator Heinz Margot mit Nicolas G.  Hayek und Hans Stöckli im Ring, um Biel unter den Scheinwerfern der Kameras ins rechte Licht zu rücken (siehe Kasten). Danach ist es mit den sommerlichen Besuchen des Schweizer Fernsehens im Seeland vorbei.
Besuche, die unter einem guten Stern standen. «Wir sind sehr zufrieden», sagt Christian Messerli, einer der Ausgabeleiter der «Bsuech in»-Sendungen. Live und unter freiem Himmel zu filmen, sei immer riskant. Doch, obwohl es jede einzelne Hauptprobe verregnet habe: «Auf die Sendung hin hat das Wetter dann jedes Mal wieder mitgespielt - ein Riesenglück!»
Weniger Glück hatten die Fernsehleute mit der Übertragung von «Bsuech in» Erlach. Der Ausfall einer Satellitenverbindung bescherte dem Fernsehpublikum eine Sendepause, während der über ein Drittel wegzappte. Die Einschaltquoten können sich trotzdem sehen lassen. «Im Schnitt 612 000 Zuschauer und Zuschauerinnen und einen Marktanteil von rund 36 Prozent hatten die Sendungen», sagt Messerli. Etwas mehr als im letzten Sommer, als der Regen der Fernsehcrew mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung machte.
590 000 Zuschauer für Aarberg, 601 000 für Ins, 643 000 für Murten, 563 000 für Twann - gute Einschaltquoten hat jedes der Gemeindeporträts gebracht. Aber auch vor Ort war die Publicity gross. Weil so viele Leute gestanden seien, sei eine Schätzung schwierig, meint der Inser Gemeindepräsident Hans Urech. Er rechnet mit 500 bis 1000 Besuchern und Besucherinnen. Rund 400 meldet man aus Twann, ungefähr 1000 seien es in Aarberg und in Erlach gewesen.
Erlach haben 661 000 Zuschauer mitverfolgt. Gemeindepräsident Fritz Friedli zeigt sich zufrieden: Die Sendung habe ein äusserst positives Bild seiner Gemeinde gezeigt. Zahlreiche Zuschauer, denen Erlach bisher nicht bekannt war, hätten im Anschluss an die Sendung über die Internetsite des Städtchens ihren Besuch angekündigt. Über spontane Sympathiebekundungen, begeisterte SMS und E-mails freute man sich auch in den anderen porträtierten Gemeinden. Hans Urech kann sich an keine einzige negative Reaktion erinnern. Stattdessen erzählt er von Heimwehinsern und alten Bekannten, die sich nach der Sendung wieder bei ihm gemeldet hätten. Er glaube zwar nicht, dass die Sendung den Tourismus nachhaltig ankurbeln werde, dafür sei seine Gemeinde zu klein, doch: «Ich denke, dass Ins einen guten Eindruck hinterlassen hat.»

Begeisterte Reaktionen
Arnold Stalder, Gemeindepräsident von Aarberg, hätte sich zwar für die Sendung über sein Städtchen einen etwas abwechslungsreicheren Musikmix gewünscht, freut sich aber über die «Riesenwerbung» und staunt ob der Flut an begeisterten Reaktionen aus der ganzen Schweiz. Die «Bsuech in»-Sendung habe Aarberg eine gute Plattform gegeben. Er hoffe, dass viele Fernsehzuschauer das Städtchen als schönen Ort zum Verweilen entdeckt hätten.
Eine Hoffnung, die Beat Bratschi, Gemeindepräsident von Twann, mit ihm teilt. «Ich denke, dass der Bekanntheitsgrad von Twann in der Schweiz gefestigt wurde», sagt er. Etwas Neues hätten schliesslich sogar Leute aus der Region mit der «Bsuech in»- Sendung über Twann gelernt. «Ich hätte nie gedacht, wie viele Leute nicht wissen, dass die St. Petersinsel zum Gemeindegebiet gehört», staunt Bratschi.